Aktuelles

"Schnapsidee"

Lippe-Krimi oder Polit-Thriller?

15. Jupp-Schulte-Krimi spielt großenteils in Berlin

 

 

Alle Jahre wieder, kurz vor Weihnachten, erscheint der jeweils neue Lippekrimi des Autoren-Duos Reitemeier und Tewes mit Kommissar Jupp Schulte und seinem Team.

 

Üblicherweise ermitteln sie - mit viel regionalem Bezug - in Detmold und Umgebung. Doch diesmal wird Schulte in Berlin gebraucht - von höchster Stelle!

 

Polit-Thriller statt Lokal-Krimi?

Berliner Scene anstelle lippischem Lokalkolorit!

 

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leichte Mädchen und gewichtige Collagen

Offene Ateliers in Detmold 2016

 

 

 

Auch 2016 gab's in Lippe wieder "Kultur für alle“:

 

Am vergangenen Wochenende (12. - 13. November 2016) haben rund 60 Künstlerinnen und Künstler aus ganz Lippe in ihre offenen Ateliers eingeladen. - Ein paar Highlights aus Detmold ... .

 

 

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Ein braver Sommernachtstraum

Bremer Shakespeare Company gastiert im Detmolder Sommertheater

 

 

Eine gute Idee vom Detmolder Sommertheater, die Bremer Shakespeare Company einzuladen! Gezeigt wurde der "Sommernachtstraum". Die Inszenierung wurde viel gelobt als: Komisch, charmant, vergnüglich!“  Man könnte es kürzer sagen: harmlos-bieder!

 

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Gesellschaftsspiele

Landestheater Detmold: Ibsens Hedda Gabler anno 2016

 

Andreas Kloos hat am Landestheater Detmold Ibsens moralinsaure Beziehungstragödie aus der gutbürgerlichen Gesellschaft der 1890er Jahre ins Yuppie-Milieu von 2016 versetzt. -

 

Gelungen!

 

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Fast so schön, wie's im Buche steht:

Tom Sawyer und Hucklerry Finn am Landestheater Detmold

 

Gleich hinter der Bühne des Detmolder Landestheaters fließt der Ol' Man River, der Mississippi vorbei ... könnte man wenigstens meinen, wenn man das Leben in der Kleinstadt St. Petersburg so betrachtet, wie es uns im "Familienmusical" "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" präsentiert wird ... - Für Mark Twain-Fans gibt's nur eins: unbedingt hingehen!

 

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Spectaculum maximum

Landestheater Detmold spielt „Ben Hur“ – inklusive Wagenrennen!

Zumindest bis zur "Titanic" war das der größte Film aller Zeiten - mit 365 Darstellern und 50.000 Statisten. Jetzt ist "Ben Hur" im Hof des Landestheaters zu sehen. Und obwohl nur 1 Schauspielerin und 3 Schauspieler dafür eingeteilt sind, tritt nicht nur das antike Personal (mit Prinzessin Ben Hur, den Hirten von der Krippe inklusive singendem Schaf und und und) auf, sondern auch: Zorra, Matthias Opdenhövel von der Sportschau, Elvis, der Traumschiffkapitän, eine Hamlet(?)parodie, die Supermarket-Lady und natürlich die Dame im Bug der Titanic ... und   ...

 

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Ein erhellender Blick in einen alten Spiegel

Millers „Hexenjagd“ am Münchner Residenztheater

Tina Laniks „Hexenjagd“-Inszenierung wurde vorgeworfen, sie sei langweilig, zäh, und vor allem: sie würde die sich aufdrängenden aktuellen Bezüge ignorieren. Ich fand die Aufführung spannend:  eine Inszenierung, die der literarischen Qualität des Textes gerecht wird, seine dramaturgische Wucht beeindruckend auf die Bühne bringt, die auch einfach als „so eine alte Geschichte“ fasziniert – nicht zuletzt natürlich auch dank all der überzeugenden Resi-Schauspieler! Und der Bezug zu heute? Wir Heutigen können uns erschreckend gut erkennen, wenn wir in Millers Spiegel von 1692 blicken!

 

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Modern Times:

"Destruktiv. Gierig": Kurzweilig!

Hasko Webers „Faust II“ am Deutschen Nationaltheater Weimar

"Wer immer strebend sich bemüht, den können wir erlösen" - der Weimarer Intendant Hasko Weber scheint nicht so recht an diese zentrale Botschaft in Goethes Faust zu glauben. Sein Faust II am Nationaltheater beschwört eher eine heutige, von Gier und Krieg geprägte Welt herauf - mit einem Faust, der sich als destruktiver Typ hier perfekt einpasst. Dass der am Schluss "erlöst" wird, mag ärgerlich sein. Aber Goethe und Gretchen haben's nun mal so gewollt.

 

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"Faust I" - ein Fragment

Hasko Webers Text-Rest am Nationaltheater Weimar

Seinen Einstand als General-Intendant in Weimar hat Hasko Weber mit dem "Faust I" gegeben - ein Traditionsstück, in Weimar noch viel mehr als sonstwo! Die Inszenierung ist gar nicht so schlecht - wenn Weber nur nicht Goethes Text derart unsensibel (oder ungeschickt?) fragmentiert hätte!

 

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Weltmeisterschaft in Kurzsichtigkeit

 

Eine Mehrheit im Detmolder Rat hat beschlossen, die seit Jahren bewährte Baumschutzsatzung ersatzlos zu streichen - ein Musterbeispiel für politische Kurzsichtigkeit!

 

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"Endstation Sehnsucht" am Landestheater Detmold:

Es waren zwei Königskinder ...

 

Tennessee Williams' Erfolgsstück - Enjoy it!

 

Ein herausragendes Stück - eine durchdachte Inszenierung - wunderbare Schauspieler - was will man mehr? Martin Pfaff, der neue Schauspieldirektor am Landestheater gibt - nach einigen Präliminarien - einen richtig guten Einstand in Detmold!

 

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"In einem dichten Birkenwald, Nebel"    - 

Trilogie ost-westlicher Befindlichkeiten ?

Henriette Dushes dadaistische „Bühnenelegie“ in Detmold uraufgeführt

 

 

Eine Uraufführung ist immer ein besonderes Ereignis. Zumal, wenn das Stück den vorjährigen Christian-Dietrich-Grabbe-Preis gewonnen hat! Henriette Dushes „In einem dichten Birkenwald, Nebel“ hatte jetzt im Sommertheater Premiere.

 

Mein vorherrschender Eindruck: dichter Nebel …

 

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Dada. Oder gaga?

Grabbe-Preis für "In einem dichten Birkenwald, Nebel"    - 

demnächst Uraufführung im Detmolder Sommertheater

Am kommenden Freitag wird im Detmolder Sommertheater Henriette Dushes Text In einem dichten Birkenwald, Nebel uraufgeführt. Vor einem Jahr hat Dushe dafür den Grabbe-Preis erhalten. Dieser wird laut Satzung für „eine künstlerisch innovative Leistung“ verliehen, diesmal allerdings für einen neo-dadaistischen Versuch, das absurde Theater der 50er Jahre wiederzubeleben – frei nach Pirandello: „Sechs Personen suchen eine Handlung“     …..

 

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§ 175: Als Schwulsein noch im Strafgesetzbuch stand …

14. Lippe-Krimi mit Detmolder Kommissar Jupp Schulte:

Weihnachtsgeschenk mit Zeit- und Lokalkolorit

Durch knorrige Typen haben sich die Lippe-Krimis von Reitemeier/Tewes schon immer ausgezeichnet. Die Geschichte konnte da manchmal nicht mithalten …

 

In Band 14 allerdings, „Lippische Seilschaften“, gibt’s eine spannende Krimihandlung. Und interessantes Zeitkolorit. Jede Menge Lokalkolorit sowieso.

 

Fazit:

Wenn Sie noch schnell ein Weihnachtsgeschenk brauchen: der neue Lippe-Krimi bietet sich an!

 

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Denn die einen sind im Dunkeln ...

Melles "Licht frei Haus" auf der Detmolder Grabbe-Bühne

Eine „Farce über vier verlorene Gestalten in einem Hinterhof“ -  inhaltlich nicht immer nachvollziehbar, zudem ärgerlich-verrätselt inszeniert … Trotzdem ist Melles „Licht frei Haus“ im Detmolder Grabbehaus unbedingt sehenswert – allein schon wegen der phantastischen Darsteller …

 

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Mit zunehmender Begeisterung  …

Ein wiederholter Besuch im Detmolder "Faust"

Nach der Premiere war mein Urteil über den Detmolder „Faust“ zwiespältig. Jetzt habe ich mir noch mal eine Aufführung angesehen. Und war rundum begeistert (naja: fast rundum) …..

 

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Von der Leinwand auf die Bühne …

"vincent will mehr" am Landestheater Detmold

Als Film war die Geschichte der drei gestörten Jugendlichen ein Erfolg. Aber muss sie deshalb auch auf die Theaterbühne? - Am Landestheater Detmold war man sich der damit verbundenen Probleme sehr wohl bewusst. Und hat's trotzdem gewagt.

 

Mit Erfolg?

 

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Highlights zwischen Banalitäten

"Kunst erleben in Lippe" - offene Ateliers 2015

Kultur für alle“ gab es mal wieder am vergangenen Wochenende (7.-8. November 2015). Unter dem Motto „Kunst erleben in Lippe“ konnte man wieder zahlreiche „offene Ateliers“ besichtigen.

 

Naturgemäß gab's da viel Durchschnittliches zu sehen - aber eben auch eine ganze Reihe beeindruckender Highlights ...

 

 

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Endstation Triebwagen

Sehenswert: Tennessee Williams Erfolgsstück in Paderborn

 

Das Theater Paderborn zeigt eine sehenswerte, dicht am Original bleibende Inszenierung von Tennessee Williams Erfolgsstück über den Zusammenprall von zwei Kulturen: romantisch-verträumte und überlebte Gloire des alten Südens gegen brutal-lebenstüchtiges Yankee-Amerika   ...

 

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Zwischen peinlich und Nichts

Faszinierender konzentrierter Lear der Bremer Shakespeare-Company

 

In Bremen ist Lear nicht der würdige König; er tritt von Anfang an als lächerlicher Idiot auf. Peinlich! Und trotzdem - eine faszinierende Inszenierung!

 

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In ironischer Distanz zu Goethe

„Durchwachsene“ Faust-Inszenierung am Landestheater Detmold

 

Die Konzeption der Inszenierung fand ich spannend und überzeugend. – Im Einzelnen hatte ich manches zu mäkeln (aber zu welcher Faust-Inszenierung hätte ich das nicht?!)

 

Insgesamt: Sehenswert!

 

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Ära Pfaff beginnt mit mutigem Experiment

EVENT für einen Schauspieler und eine Zuschauerin

 

Mit Beginn der neuen Spielzeit hat Martin Pfaff sein Amt als neuer Schauspieldirektor am Landestheater Detmold angetreten. Fängt hier jetzt die Ära der EVENT-Kultur an?

 

Zumindest eröffnet Pfaff die Spielzeit und seine Ära mit einem mutigen und interessanten Experiment ...


 

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Seelenwanderung im Detmolder Grabbehaus

Zum Saisonauftakt begeistert „Das andalusische Mirakel“ 

Das Landestheater eröffnet die Spielzeit 2015/16 in der Sparte Schauspiel auf seiner kleinen Nebenbühne im Grabbehaus: mit dem von Oberspielleiter Martin Pfaff inszenierten "andalusischen Mirakel". 

 

Das kann ja heiter werden, wenn die Saison so weitergeht!

 

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Männerfreundschaft – zwischen Kunst, Lachen und »Kunst«

Erfolgreiche Inszenierung von Yasmina Rezas »Kunst« in Paderborn

 

 

An den Westfälischen Kammerspielen Paderborn hat Nikolaos Boitsos mit Erfolg  Yasmina Rezas Erfolgsstück »Kunst« inszeniert - „ein Stück über die Freundschaft und das Lachen“, behauptet Dramaturgin Vogtmann und kann sich dabei auf die Autorin berufen. Wirklich? Oder doch ein Stück über Kunst und »Kunst« ?

 

 

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Ich, Terrorist

„Ich rufe meine Brüder“: Intensives Kammerspiel im Bielefelder TAM-2

Wie ist das? Fremd zu sein? Vielleicht nur ein kleines bisschen fremd? Wie fremd fühlt man sich? Im Alltag? Oder wenn etwas passiert? Wenn man verdächtig ist? Einfach so, weil man vielleicht ein bisschen fremd ist?

 

Das Stück Jonas Khemiris (schwedische Mutter, tunesischer Vater) beantwortet diese Fragen nicht. Aber es zwingt uns, uns mit ihnen auseinanderzusetzen. Empfehlenswert!

 

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Viel Kunsthandwerk: diesmal auch in der Halle

Detmolder „Kunsttage 2015“: Begeisterung und Enttäuschung

Schon zum 42. Mal hat der kleine Verein "Kunstmarkt Detmold e.V." eine große Ausstellung gemacht! Die "Kunsttage 2015 Detmold" können noch bis Freitag, dem 18.09.2015, in der Stadthalle Detmold besucht werden. Der Ausstellungstitel "angetrieben" .soll vielfältige Assoziationen wecken: „Wovon werden Künstler angetrieben? Was treibt die Kunst im Betrachter an?" 

 

Auch wenn dieses Jahr einiges an Kunstgewerbe seinen Weg vom Schlossplatz in die Ausstellung gefunden hat - es gibt auch ein bis zwei Dutzend sehenswerte Objekte, die den Weg in die Stadthalle lohnen!

 

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Ein Schiller voller Mätzchen

Ideenreiche "Räuber" am Theater Bielefeld

Schillers „Räuber“ sind auch nach 235 Jahren noch ein starkes Stück! Das beweist das Theater Bielefeld zum Saisonbeginn – auch wenn Regisseur Tonndorf seine Inszenierung nicht nur mit guten Regie-Einfallen sondern auch mit so manchem albernen Mätzchen angereichert hat …

 

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Shakespeare-Musical und (keine) Artaud-Oper

Salzburger Festspiele 2015 tun sich schwer mit Innovativem

Auch eine Art Premiere in Salzburg: 2015 müssen die Festspiele erstmals ohne das „Young Directors Project“ auskommen, das jungen Regisseuren ein Forum für ihre Kreativität geboten hatte – mit durchaus „gemischten“ Ergebnissen   (-- >  mehr ). Jetzt ist Schluss mit diesem innovationsreichen Schauspielprojekt. Und als Ersatz gibt es: NICHTS!

 

Der Versuch Stephan Kimmigs, Innovatives mit dem Holzhammer in Goethes „Clavigo“ hineinzuklopfen, ist erwartungsgemäß gescheitert.

 

Und die Perner-Insel, die sonst immer mal für einen Aufreger gut war   (-- >  mehr )? Heuer gibt's  "Die Komödie der Irrungen - ein ziemlich konventioneller Shakespeare, allerdings dargeboten als durchaus vergnügliches Spektakel in Form einer Revue, eines Musicals gar.  

 

Da muss das Innovative eben auf der Opernbühne stattfinden! In der Felsenreitschule dirigiert Ingo Metzmacher Die Eroberung von Mexico“. - Aus ziemlich experimentellen Texten von – unter anderen - Antonin Artaud (dem Surrealisten und Erfinder des „Theaters der Grausamkeit“) hat Wolfgang Rihm eine Oper gemacht – ein wahres Klangerlebnis! Ein Klangerlebnis, das noch nicht einmal dadurch beeinträchtigt wird, dass Peter Konwitschny parallel dazu ein ziemlich banales Macho/Hausfrau-Stückchen inszeniert hat.

Publikums-Verarschung

"Jeff Koons" - frühes Stück des Büchner-Preisträgers Rainald Goetz

Jetzt hat er also den Büchnerpreis bekommen, den wichtigsten deutschen Literaturpreis, dieser Rainald Goetz, jener Spinner, der sich einst dadurch Aufmerksamkeit verschafft hatte, dass er sich beim Ingeborg-Bachmann-Wettbewerb die Stirn aufgeschnitten hat (für den Preis hat das allerdings nicht gelangt). Ich habe mich um 2000/2001 intensiver mit ihm befasst, habe damals sein Stück „Jeff Koons“ gelesen und in Hamburg und Bielefeld gesehen. Mein Urteil damals: der verarscht sein Publikum – wofür ich starke Indizien hatte. – Allerdings fand ich in seinem Werk auch einzelne Perlen sprachlicher Brillanz, und ein beachtliches Talent zu scharfblickender und scharfzüngiger Satire ...

 

Dennoch mein Gesamturteil: Es lohnt sich nicht, mehr von ihm zu lesen. Nach nunmehr 15 Jahren, anlässlich der Preisverleihung: man kann seine (Vor-)Urteile ja mal überprüfen! Ich hab‘ mir jetzt seinen Roman „Johann Holtrop“ (2012) gekauft. ... Doch vorerst hab‘ ich meinen alten Kommentar zu „Jeff Koons“ noch mal herausgekramt: „Publikums-Verarschung

 

 

 

 

 

Viel "Ring" - wenig Musik

Hamburger Thalia-Theater zeigt "Nibelungen" nach Wagner, Hebbel ...

"Den ganzen 'Ring'" hat das Hamburger Thalia-Theater angekündigt. Gemeint ist der "Ring des Nibelungen" - und nicht nur der von Wagner, sondern: "nach Richard Wagner und Friedrich Hebbel und Altvätern" (als "Altvater" zählt wohl vor allem der Verfasser des "Nibelungenliedes".  Und das alles an zwei Abenden, manchmal gar als "Marathon" an einem Tag. Was allerdings Zeit spart: dass man Wagners Musik weglässt. Und viel Text herausstreicht ... 

 

Aber was bleibt dann noch übrig?

 

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Kultur-Trip in die Kultur-Metropole London

Kultur  oder  Kinder?   -   Kultur   und   Kinder!

British Museum: geraubtes Nationalerbe oder Schutz vor IS-Terror?

Kein Zweifel: London ist eine DER Kulturmetropolen Europas. Aber wieviel Zeit für Kultur hat man, wenn man mit Kindern dort ist? - Genug!  Es gibt jede Menge Sehenswertes für Kinder: von den Gauklern in Covent Garden bis zum Saurierskelett im Natural History Museum. - Und das British Museum ist eh eine Fundgrube für alle Altersgruppen assyrische Löwenjagd, ägyptische Mumien, ... Zwischen "Fowlingbull" und Parthenon-Fries bleibt sogar Gelegenheit, über das Verhältnis von Raubkunst und IS-Vandalismus zu räsonieren ... 

 

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3 x Utopie:

in der Kunst, in der Literatur und (viel zu wenig) in der Politik

Ist das Paradies eine christliche Utopie? - Nicht die einzige Frage, die sich beim Besuch der - trotz aller Fragen: sehenswerten! - Ausstellung "Utopie - ohne Ort"  in der Detmolder Christuskirche stellt.

 

Immerhin war die Ausstellung Anlass, mal wieder die "Mutter aller utopischen Romane", Thomas Morus' "Utopia" zu lesen. -

 

Und Grund genug, von der Politik zu fordern: "Mehr Utopie wagen!"

 

Ach je ... das liebe Geld

Wenig Mehrwert in Eckoldts Lustspiel über Mammon

Nach der informativen und unterhaltsamen Matinée zur Uraufführung von Eckoldts "Mammon zieht blank!" hatte ich mir viel erhofft von diesem "Lustspiel über Geld und andere Scharfmacher" - vielleicht sogar ein bisschen Aufklärung. Entsprechend groß war die Enttäuschung am Premierenabend.....

 

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Jazz-Frühstück und Picasso statt Calder

kleiner Kultur-Trip nach Berlin

Der Anlass der Reise war etwas ganz anderes als kulturelles Interesse. - Trotzdem: in der deutschen (auch: Kultur-) Metropole mussten einfach ein paar Stunden für "die schönen Dinge des Lebens" übrig sein. Auch wenn's für mich diesmal nichts "Neues" gab: der erneute Besuch von zwei kulturellen Institutionen hat sich wieder einmal gelohnt     ...

 

 

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„Das hört nie auf“ – mein ganz persönlicher Nachruf auf GG

Ciao, Günter .... und:   Danke!

Mit einigen seiner späteren Werke hatte ich so meine Probleme. Aber der jugendliche Geniestreich  "Die Blechtrommel" und das Meisterwerk "Der Butt" (der Höhepunkt seines literarischen Schaffens) lassen für mich keinen Zweifel: Günter Grass ist neben Thomas Mann der beste deutsche Romanautor, der wichtigste Literat der Gegenwart. 

 

Jetzt ist diese Gegenwart Vergangenheit. Günter Grass ist tot ...

 

     .....     mein persönlicher Nachruf .....

Aus traurigem Anlass: endlich fertiggelesen

Günter Grass: Im Krebsgang

Seit ich Mitte der 60er Jahre zum ersten Mal die "Blechtrommel" gelesen habe, bin ich überzeugter Günter-Grass-Fan. Und dennoch habe ich es in mehreren Anläufen nicht geschafft, über die ersten 30 Seiten seiner "Novelle" über das Schicksal der "Wilhelm Gustloff" hinauszukommen.. 

 

Jetzt - aus traurigem Anlass - habe ich mir "Im Krebsgang" noch einmal vorgenommen. Und es endlich fertiggelesen ...

 

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Urmutter aller Ehehöllen-Dramen  – durchaus vergnüglich

Hervorragende Darsteller zeigen in Detmold Strindbergs „Totentanz“

Das Landestheater Detmold zeigt August Strindbergs 1900 entstandenes Drama „Totentanz“. Strindberg – der selber nicht gerade Talent zu einer glücklichen Ehebeziehung hatte – hat damit die „Urmutter aller Ehehöllen-Dramen“ geschrieben. Alles andere als leichte Kost – sollte man annehmen. Aber keine Angst: Die Detmolder Inszenierung zeigt ein packendes Beziehungsdrama, das stellenweise durchaus vergnüglich anzusehen ist ...

 

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„Unterwerfung“ - Was für ein Männertraum!!!

Michel Houellebecqs neues Buch über die Islamisierung Frankreichs

Im Jahr 2023 gehen Französinnen nur noch verschleiert auf die Straße - wenn überhaupt. Normalerweise bleiben sie zu Hause, um ihren Männern zu dienen. Seit 2022 wird ihr Land nämlich islamisch regiert. 

 

So jedenfalls die Vision Michel Houellebecqs in seinem aufsehenerregenden Bestseller "Unterwerfung". 

 

Was ist das für ein Buch? Womöglich gar Satire (weil die dann ja alles dürfte)? Oder ein Traktat über die Dekadenz des Westens? Ein Pamphlet wider die Islamisierung des Abendlandes?

 

Oder einfach nur eine schwüle Altmännerphantasie?    

 

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Faszinierende Künstlerin – Enttäuschende Fotoausstellung

MARTa zeigt Fotos aus dem Umfeld Frida Kahlos

Was für eine faszinierende Künstlerin - Was für ein Leben voller Tief- und Höhepunkte - Was für glamouröse Bekanntschaften ...

 

Und was für eine langweilige Fotoausstellung

 

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Die Ästhetik der Stahlgewitter – Das Grauen im „Wäldchen 125“

„Weltkriege“ – ein Landestheater-Themenwochenende

Otto Dix: Der Kriegskrüppel aus dem "Großstadt-Triptychon"

"Der Krieg hat uns für alles verdorben" - unter diesem Motto erinnert das Landestheater während eines Themen-Wochenendes an die Weltkriege - 100 Jahre nach Beginn des Ersten, 75 Jahre nach Beginn des Zweiten. Neben Aufführungen der Stücke "Gothland" und "Weltkrieg für alle" wird vor allem an Künstler erinnert, die häufig durch das Kriegserlebnis traumatisiert sind, was sich auch in ihrem Werk niederschlägt. Und viele sind gar nicht zurück gekommen. 

 

Verlässt man die Auftaktveranstaltung angesichts einer Ästhetisierung des Hässlichen noch mit gemischten Gefühlen, so erlebt man die letzte Veranstaltung als eine Sternstunde literarischer Gedenkkultur ...

 

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Kultur-Trip nach München

Nicht jeder Baselitz hängt auf dem Kopf und ...

...   Mephisto muss kein Mann sein

Es war einiges los in München: Oktoberfest - große Baselitz-Ausstellung im Haus der Kunst - und das Valentin-Museum ist eh immer einen Besuch wert. Warum ich aber eigentlich hingefahren bin: Kušejs "Faust" am Residenztheater mit Bibiana Beglau als Mephisto. Ob sich's gelohnt hat?  

 

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Der Kleine Mann geht vor die Hunde

Otto Dix: aus: Großstadt-Triptychon

Romane von Erich Kästner und Hans Fallada aus den 30er Jahren: Gerade heute wieder lesenswert!

 

Das Landestheater Detmold inszeniert "Kleiner Mann - was nun?" - Eine gute Gelegenheit, mal wieder den zugrundeliegenden Roman Hans Falladas  zu lesen - schon immer einer meiner (vielen) Lieblingsromane. - Dieser Weltwirtschaftskrisenroman von 1932, das Schicksal eines braven kleinen Angestellten, liest sich erstaunlich zeitgemäß -  heute in der Zeit der Weltfinanzkrise und nach der Wiederauferstehung des Neoliberalismus ...

 

Dieselbe Epoche beschreibt Erich Kästner als Tanz einer Kulturschickeria auf dem Vulkan in seinem Roman "Fabian" - und der gehört nun wirklich in den ganz engen Kreis meiner Lieblingsbücher. - Da trifft es sich gut, dass gerade die Originalfassung des damals durch Zensur verstümmelten Skandalromans erschienen ist - unter dem von Kästner ursprünglich vorgesehenen Titel: "Der Gang vor die Hunde"