Landestheater Detmold

... das Neueste ...

 

Gerechtigkeit durch Selbstjustiz?

 

„Michael Kohlhaas“ im Detmolder Grabbe-Haus

 

Kleists sprichwörtlich gewordener Streiter für Gerechtigkeit und gegen staatliche Willkür als Theaterheld. -

Warum es Lob verdient, aus der Novelle ein Theaterstück gemacht zu haben.

Und warum man die Novelle trotzdem noch lesen muss.

 

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Kitsch oder Shakespeare?

 

Der Vetter aus Dingsda kommt ins  Landestheater Detmold

 

Das Publikum klatschtt viel und kräftig.

Ein Sänger schimpft: "Ist das kitschig!"

Die Dramaturgin fühlt sich an Shakespeare erinnert.

 

 

     .....     Wer hat Recht?     .....

Neubeginn mit Shakespeare:

Zwischen Genesis und Mauerfall

Steinbachs hermetischer „Sturm“

 

Vom Regisseur bis zur Hofnärrin: fast alles Neue, die sich zur neuen Spielzeit unter neuer Intendanz mit Shakespeares "Sturm" auf die Bühne des Detmolder Landestheaters wagen.

 

Für den Anfang war's gar nicht so übel. Aber vielleicht sollten sich die Neuen mal ein bisschen mit der Akustik des (für sie: neuen) Hauses befassen ...

 

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(Foto: Landestheater Detmold)

Trotzdem: ein Lehrstück!

 

Das Tagebuch der Anne Frank im „Jungen Theater“ in Detmold

 

Konstanze Kappenstein hatte eine pfiffige Idee, um die Distanz zu überbrücken zwischen den heutigen Jugendlichen und einem verfolgten jüdischen Mädchen anno 1942/43.

 

Sehenswert!

 

 

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... interessantes ...

Grabbe-Preis beim Grabbe-Punsch

 

alle drei Jahre verleiht das Landestheater gemeinsam mit der Grabbe-Gesellschaft den "Christian Dietrich Grabbe-Preis". Jetzt wurden beim traditionellen "Grabbe-Punsch" die diesjährigen Preisträger bekannt gegeben ....

 

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Das Landestheater hat das NRW-Theatertreffen 2017 ausgerichtet - Gelegenheit eine Besten-Auslese von Theatern aus ganz NRW in Detmold zu genießen. - Aber auch die Eigenproduktion des Gastgebers hat beeindruckt!

 

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... personelles ...

 

Abschied und Bilanz

 

Intendant Kay Metzger wechselt von Detmold nach Ulm

 

 

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Erfahrener Klassik-Regisseur mit Herz für die Moderne

 

Jan Steinbach wird neuer Schauspieldirektor

 

Der künftige Intendant ist dabei, sich sein Leitungsteam zusammenzustellen. Jetzt hat sich Jan Steinbach als neuer Schauspieldirektor vorgestellt ...

 

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Interviews mit ...

 

... dramatisches .... 

(Fotos: Landestheater Detmold)

„Falscher Hase“ im Grabbe-Haus

 

Wer’s mag …

 

So eine Art Hackbraten – wenn man nur wüsste, was da alles drin ist!

 

Ist das jetzt eine witzig-funkelnde oder eine  schwachsinnig-alberne Komödie? -

 

 ...   Versuch einer Antwort   ... 

 

Holzschnitt von Fritz Richter

Saisonauftakt in Detmold:

 

Faust: „Ich will Spaß!“

 

Gounods Oper in einer Spiegelwelt am Landestheater

 

Gounods "Faust" läuft in Deutschland meist unter dem Titel "Margarete" - damit die französische Oper ja nicht mit dem "deutschen Nationaldrama" verwechselt werde. Ja - der deutsche Faust-Fan mag Vorbehalte gegen den französischen Text haben!

 

Gehen Sie trotzdem hin! Die Musik ist ein Erlebnis! Und das Detmolder Regiekonzept klingt vielversprechend!

 

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Wein, Klavier und Gesang 

 

"Auf ein Glas Wein“ heißt das kleine aber feine Format des Landestheaters Detmold, bei welchem das Publikum – eben! - bei einem Glas Riesling oder Spätburgunder, eng gedrängt auf dem knappen Raum zwischen Regalen voller Öko-Weine sitzt und ein paar Künstler des örtlichen Theaters näher – fast möchte man sagen: intimer – kennen lernen darf. Diesmal: Mezzosopranistin Lotte Kortenhaus und Korrepetitorin Sachie Furuya     .....

 

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Schlimmstmögliches Durcheinander – etwas entwirrt

 

Dürrenmatts Roman „Durcheinandertal“ im Landestheater Detmold

 

Der Roman heißt nicht nur so, er ist auch ein heilloses Durcheinander. Wie kriegt man so was auf die Bühne?

 

     .....    Versuch einer Antwort    .....

 

Der letzte Mensch vor dem Absturz

Dystopie "asche" im Grabbehaus

 

In "asche" hält der letzte Mensch einen langen Monolog in einer zerstörten Welt. - Als ob es nicht schon genug düstere Endzeit-Szenarien gäbe!

 

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#SheToo ?

 

Detmolder Opernbühne:

The Dirty Duchess Powders Her Face

 

Darf eine Herzogin, was ein Herzog darf? Zum Beispiel in einem Hotelzimmer Ehebruch begehen? Der konkrete Fall der Herzogin und des Herzogs von Argyll im England der 1960er Jahre wird in Thomas Adès' / Philip Henshers  Kammeroper von 1994 genüsslich durchexerziert.

 

 

Die "Skandaloper" wird jetzt am Landestheatr Detmold einfühlsam inszeniert - mit Erfolg!

 

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Verkorkste Feier - Grandioses Fest

Beeindruckendes / bedrückendes "Fest"

 

Auf der Bühne des Landestheaters Detmold wird eine ziemlich verkorkste Familienfeier gezeigt. Die Inszenierung aber ist ein Fest für Theater und Publikum. - Vor allem ein tolles Ensemble macht "das Fest" zum beeindruckenden und bedrückenden Theater-Erlebnis.

 

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  Schaurig schön!

Graf Dracula bezaubert Detmolder Damenwelt

 

Ein Musical-Dracula als melodramatisch-tragischer Latin Lover - manche mögen es Kitsch nennen; das Premieren-Publikum war begeistert!

 

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Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode -

"Soul Kitchen" - von der Film-Kneipe ins Theater

Mit "Soul Kitchen" nimmt das Landestheater Detmold mal wieder einen Film als Vorlage für eine Inszenierung - herausgekommen ist zwar eine "rasante Komödie", der ernstere Hintergrund der Vorlage - der Verlust an Heimat - geht aber leider unter

 

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Im Zeichen der Pistole -

umstrittene "Romeo und Julia"-Inszenierung

 

Martin Pfaffs "Romeo und Julia"-Inszenierung stößt auf zwiespältige Resonanz: manche sind unzufrieden mit den Schauspielern, vielen ist zu viel Pistole im Spiel. Man kann aber auch die Idee hinter der Inszenierung ganz gut (und: gut umgesetzt) finden!

 

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Metzger schickt Wagner ins Kino

 

Nicht an der sturmumtobten norwegischen Küste spielt der  "Fliegende Holländer", sondern in einem öden 50er-Jahre-Kino - Anlass zu heftigem Grummeln beim Premieren-Publikum. 

 

Doch hinter dem ungewöhnlichen Schauplatz steht ein durchdachtes Konzept des wagnererfahrenen Duos Metzger (Regie) und Mollérus (Ausstattung).

 

Für's Orchester unter Lutz Rademacher hebe ich nur Lob gehört ...

 

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... und am Schluss erschießt sich der Dichter:

Kleists "Käthchen von Heilbronn": ideenreich, rätselhaft, morbide

 

Ein seltsames Stück, eine gar schröckliche Rittersleut-Schmonzette. Metzger und sein Team haben eine morbide aber spannende Inszenierung daraus gemacht: voll interessanter, allerdings manchmal rätselhafter Regieeinfälle ...

 

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Gelungene Eröffnungspremiere der NRW-Theatertage

Simon Stephens: Am Strand der weiten Welt

 

Im Saal: hochkarätiges Publikum. Und auf der Bühne  passt alles: Stück - Regie - Bühnenbild. Und wunderbare Schauspieler ...

 

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Der Zauber der Sprache

Shakespeare-Wanderung durch den  Schlossgarten

 

Man mag bezweifeln, ob Gärten als Shakespeare-Schauplätze eine große Rolle spielen. Aber kein Zweifel: der Zauber seiner genialen Sprache hat vor der Kulisse des Schlossgartens eine besondere Wirkung ...

   

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Hedda Gabler anno 2016

 

Andreas Kloos hat Ibsens moralinsaure Beziehungstragödie aus der gutbürgerlichen Gesellschaft der 1890er Jahre ins Yuppie-Milieu von 2016 versetzt. -

 

Gelungen!

 

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Fast so schön wie im Buch:

Tom Sawyer und Huckleberry Finn auf der Landestheater-Bühne

 

Gleich hinter der Bühne des Detmolder Landestheaters fließt der Ol' Man River, der Mississippi vorbei ... könnte man wenigstens meinen, wenn man das Leben in der Kleinstadt St. Petersburg so betrachtet, wie es uns im "Familienmusical" "Tom Sawyer und Huckleberry Finn" präsentiert wird ... - Für Mark Twain-Fans gibt's nur eins: unbedingt hingehen!

 

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Spectaculum maximum

Landestheater spielt „Ben Hur“ – inklusive Wagenrennen!

Zumindest bis zur "Titanic" war das der größte Film aller Zeiten - mit 365 Darstellern und 50.000 Statisten. Jetzt ist "Ben Hur" im Hof des Landestheaters zu sehen. Und obwohl nur 1 Schauspielerin und 3 Schauspieler dafür eingeteilt sind, tritt nicht nur das antike Personal (mit Prinzessin Ben Hur, den Hirten von der Krippe inklusive singendem Schaf und und und) auf, sondern auch: Zorra, Matthias Opdenhövel von der Sportschau, Elvis, der Traumschiffkapitän, eine Hamlet(?)parodie, die Supermarket-Lady und natürlich die Dame im Bug der Titanic ... und   ...

 

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Endstation Sehnsucht:

Es waren zwei Königskinder ...

Tennessee Williams' Erfolgsstück: Enjoy it!

 

Ein herausragendes Stück - eine durchdachte Inszenierung - wunderbare Schauspieler - was will man mehr? Martin Pfaff, der neue Schauspieldirektor am Landestheater gibt - nach einigen Präliminarien - einen richtig guten Einstand in Detmold!

 

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„In einem dichten Birkenwald, Nebel“

Trilogie ost-westlicher Befindlichkeiten ?

Henriette Dushes dadaistische „Bühnenelegie“ in Detmold uraufgeführt

 

 

Eine Uraufführung ist immer ein besonderes Ereignis. Zumal, wenn das Stück den vorjährigen Christian-Dietrich-Grabbe-Preis gewonnen hat! Henriette Dushes „In einem dichten Birkenwald, Nebel“ hatte jetzt im Sommertheater Premiere.

 

Mein vorherrschender Eindruck: dichter Nebel …

 

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Denn die einen sind im Dunkeln ....

Melles „Licht frei Haus“ auf der Grabbe-Bühne

Eine „Farce über vier verlorene Gestalten in einem Hinterhof“ -  inhaltlich nicht immer nachvollziehbar, zudem ärgerlich-verrätselt inszeniert … Trotzdem ist Melles „Licht frei Haus“ im Detmolder Grabbehaus unbedingt sehenswert – allein schon wegen der phantastischen Darsteller …

 

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Von der Leinwand auf die Bühne …

"vincent will mehr" am Landestheater

Als Film war die Geschichte der drei gestörten Jugendlichen ein Erfolg. Aber muss es deshalb auch auf die Theaterbühne? - Am Landestheater Detmold war man sich der damit verbundenen Probleme sehr wohl bewusst. Und hat's trotzdem gewagt.

 

Mit Erfolg?

 

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In ironischer Distanz zu Goethe

"Durchwachsene" Faust-Inszenierung am Landestheater

 

Die Konzeption der Inszenierung fand ich spannend und überzeugend. – Im Einzelnen hatte ich manches zu mäkeln (aber zu welcher Faust-Inszenierung hätte ich das nicht?!)

 

Insgesamt: Sehenswert!

 

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Ära Pfaff beginnt mit mutigem Experiment

EVENT für einen Schauspieler und eine Zuschauerin

 

Mit Beginn der neuen Spielzeit hat Martin Pfaff sein Amt als neuer Schauspieldirektor am Landestheater Detmold angetreten. Fängt hier jetzt die Ära der EVENT-Kultur an?

 

Zumindest eröffnet Pfaff die Spielzeit und seine Ära mit einem mutigen und interessanten Experiment ...


 

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Seelenwanderung im Grabbehaus

Zum Saisonauftakt begeistert „Das andalusische Mirakel“ 

Das Landestheater eröffnet die Spielzeit 2015/15 in der Sparte Schauspiel auf seiner kleinen Nebenbühne im Grabbehaus: mit dem von Oberspielleiter Martin Pfaff inszenierten "andalusischen Mirakel". 

 

Das kann ja heiter werden, wenn sie Saison so weitergeht!

 

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Ach je ... das liebe Geld

Wenig Mehrwert in Eckoldts kleinem Lustspiel über das große Geld

Nach der informativen und unterhaltsamen Matinée zur Uraufführung von Eckoldts "Mammon zieht blank!" hatte ich mir viel erhofft von diesem "Lustspiel über Geld und andere Scharfmacher" - vielleicht sogar ein bisschen Aufklärung. Entsprechend groß war die Enttäuschung am Premierenabend.....

 

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Alles unter Kontrolle? - Ein Spektakel für alle Sinne

Ein folgenreicher Geldfund im Detmolder "Hoftheater"

Der Wettergott hat's gut gemeint mit der diesjährigen "Hoftheater"-Premiere. Und so wurde Ray Cooneys Komödie über das "verrückte Geld" in der Inszenierung von Intendant Metzger zum Fest für alle Sinne ...

 

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Die Urmutter aller Ehehöllen-Dramen – durchaus vergnüglich

Hervorragende Darsteller zeigen Strindbergs „Totentanz“

Das Landestheater Detmold zeigt August Strindbergs 1900 entstandenes Drama „Totentanz“. Strindberg – der selber nicht gerade Talent zu einer glücklichen Ehebeziehung hatte – hat damit die „Urmutter aller Ehehöllen-Dramen“ geschrieben. Alles andere als leichte Kost – sollte man annehmen. Aber keine Angst: Die Detmolder Inszenierung zeigt ein packendes Beziehungsdrama, das stellenweise durchaus vergnüglich anzusehen ist ...

 

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Schwaches Stück  -  starker Darsteller

Vor Ostern: Landestheater zeigt Judas-Monolog in der Christuskirche

Im Chor der Christuskirche präsentiert das Landestheater "Judas", den Monolog für einen Schauspieler der holländischen Autorin Lot Vekemans - langatmig, geschwätzig, überraschend, nachdenkenswert ...

 

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Die Ästhetik der Stahlgewitter – Das Grauen im „Wäldchen 125“

„Weltkriege“ – ein Landestheater-Themenwochenende

"Wann hat dieser Scheißkrieg ein Ende?" - Roman Weltzien liest aus Kriegserinnerungen deutscher Dichter

"Der Krieg hat uns für alles verdorben" - unter diesem Motto erinnert das Landestheater während eines Themen-Wochenendes an die Weltkriege - 100 Jahre nach Beginn des Ersten, 75 Jahre nach Beginn des Zweiten. Neben Aufführungen der Stücke "Gothland" und "Weltkrieg für alle" wird vor allem an Künstler erinnert, die häufig durch das Kriegserlebnis traumatisiert sind, die oft genug auch nicht aus dem Krieg zurückgekommen sind. 

 

Verlässt man die Auftaktveranstaltung angesichts einer Ästhetisierung des Hässlichen noch mit gemischten Gefühlen, so erlebt man die letzte Veranstaltung als eine Sternstunde literarischer Gedenkkultur ...

 

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Alberner Blödsinn oder Groteske mit Tiefgang?

Düffels „Weltkrieg für alle“ auf der Grabbebühne

Soll ich mich nun ärgern? Oder Spaß haben? Ärgern – weil ein so wichtiges und ernstes Thema wie „Krieg“ dermaßen albern verkackeiert wird? - Oder doch lieber Spaß haben – an den grotesken Situationen, den vergnüglichen Anspielungen, der witzigen Sprache? 

 

Nach Grabbes düsterem Schlacht(en)-Stück "Herzog Theodor von Gothland" zeigt das Landestheater nun - als Satyrstück nach der Tragödie? - John von Düffels Farce über eine kriegsverhaftete / friedensbewegte Familie zu sozialliberralen Zeiten ...

 

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Ein starkes Stück

Dramatisierung von Kafkas „Verwandlung“ im Grabbehaus

„Als Gregor Samsa eines Morgens aus unruhigen Träumen erwachte, fand er sich in seinem Bett zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt.“  So beginnt Kafkas berühmte Erzählung „Die Verwandlung“.

 

In der Detmolder Dramatisierung darf Gregor Samsa Mensch bleiben. Um so spannender ist seine „Verwandlung“

 

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Ist es auch Wahnsinn, hat es doch Methode!

„Charleys Tante“ als turbulente Klamotte am Landestheater

 

„Grauenhaftes Theater“ oder ein besonderes Bonbon aus dem Schatzkästlein der leichten Muse? Jedenfalls ist diese Cross-Dressing-Klamotte einer der größten Erfolge der Theatergeschichte.

 

 

 

Zur Vorweihnachtszeit kommt die falsche Tante auf die Detmolder Landestheaterbühne

 

 

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Zeitloser Opportunist

Gelungene Neufassung von Klaus Manns „Mephisto“ am Landestheater

Die Romanvorlage - Klaus Manns „Mephisto“ – war einer der wichtigsten deutschen Nachkriegs-Romane. Darin wird brillant analysiert, wie sich auch und gerade kritische Intellektuelle für ein faschistisches System gewinnen lassen. Dass es um den Mann-Schwager Gustaf Gründgens ging, machte den Roman besonders authentisch – und brisant.

 

In einer überzeugenden Inszenierung zeigt das Landestheater jetzt eine allgemeingültigere Version der zeitlosen Geschichte vom anpassungsbereiten Opportunisten ...

 

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Mal wieder: ein Highlight im Grabbehaus

Zum Saisonende glänzt Landestheater mit Schönherrs „Weibsteufel“

Kurz vor Saisonschluss gab’s im Grabbehaus nochmal ein Highlight zu genießen! Natürlich wird die vom Premierenpublikum begeistert beklatschte Inszenierung in die nächste Spielzeit übernommen (erstmals am 05.09.14). Merken Sie sich also schon mal vor: Karl Schönherrs „Weibsteufel“  Aber Vorsicht. Die vom Landestheater präsentierte Gattungsbezeichnung „Volksstück“ könnte in die Irre führen. Der Autor schien lange verpönt - mit Recht? Ist sein "Weibsteufel" eine alpenländische Räuber-Gendarm-Schmonzette? Oder doch ein Ehedrama à la Strindberg?

 

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Eine Zumutung aus Norden-Osten-Süden-Westen!

Schimmelpfennigs „Vier Himmelsrichtungen“ - ein Ärgernis!

Roland Schimmelpfennig gilt als einer der bedeutendsten deutschen Theaterautoren der Gegenwart. Und sicherlich zählt er zu den erfolgreichsten. Heißt das, dass alle seine Stücke gut sind? - Seine "Vier Himmelsrichtungen" lassen daran zweifeln! Es scheint, als habe er einfach ein bisschen an seinen Copy & Paste-Tasten herumgespielt. Oder sollte er sich womöglich am künstlerischen Manifest einer gewissen Ilse orientieren???

 

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Im ersten Kreis der Hölle

Dea Lohers bedrückendes Drama "Am Schwarzen See"

Hervorragende Inszenierung im Detmolder Grabbe-Haus

Dea Loher ist eine der erfolgreichsten zeitgenössischen Dramatikerinnen. Dabei liefert sie alles andere als leichte Kost! Häufig geht es bei ihr um das Verhältnis Eltern – Kinder, oft um den Verlust von Kindern. - Ein Musterbeispiel dafür ist ihr neuesten Stück "Am Schwarzen See", das jetzt im Detmolder Grabbe-Haus in einer beeindruckenden Inszenierung mit hervorragenden Schauspielern gezeigt wird ...

 

 

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Der Gang vor die Hunde

Falladas "Kleiner Mann - was nun?" als pessimistisches Lehrstück

Falladas Roman über das Schicksal eines kleinen Angestellten in der Weltwirtschaftskrise wurde schon oft dramatisiert. Das Landestheater zeigt jetzt ein Lehrstück über den (damaligen? oder vielleicht sogar heutigen?) Kapitalismus. - Eine insgesamt gut gelungene Adaption mit kleinen Mängeln ...

 

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Der Esel und die Kreaturen

Landestheater überzeugt mit abgründigem Sommernachtstraum

„Shakespeare entwickelt eine Orgie der Verwandlungen – unheimlich, grotesk und derb vergnüglich“ – so interpretiert das Landestheater selbst seine Inszenierung des Sommernachtstraums. Ja! - Da ist nicht nur der Esel, diese Symbolfigur roher Potenz. Da ist auch Theseus/Oberon mit einem Hirschgeweih – Hörner, die er sich mit seinen Spielchen selbst aufgesetzt hat? Und das alles auf einer Bühne, die changiert zwischen „stylischer Galerie“ und tropisch-schwülem Dschungel ....

 

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Ein zeitlos-zeitgenössisches Musical

Landestheater feiert Triumphe mit „West Side Story“

„Die West Side Story ist eines der bedeutendsten und anspruchsvollsten Musicals“ – so hatte Intendant und Regisseur Kay Metzger schon bei der Vorstellung des Spielplans das Stück gepriesen, mit dem er jetzt die Saison 2013/2014 eröffnet hat. Vorab hatte er betont, diese genialen Adaption von Shakespeares „Romeo und Julia“ erfordere „kein Regietheater mehr“. Jetzt bringt er, zusammen mit seinem Team, eine überzeugende Fassung dieses zeitlos-zeitgenössischen Musicals auf die Bühne – in seiner bewährten Regie-Handschrift ...

 

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Vorspiel in der Kassenhalle

Vielversprechende "Sparkassen-Matinée" des Landestheaters

Es ist eine der populärsten Veranstaltungen des Theaters: die „Sparkassen-Matinée, jedes Jahr zu Saisonbeginn. Hier werden die neuen Ensemble-Mitglieder der Öffentlichkeit vorgestellt, hier wird vor allem auch Appetit gemacht auf das kommende Programm. So auch dieses Jahr, einmal mehr vor ausverkauftem Haus. Ein Höhepunkt war wieder der Auftritt der neuen Schauspieler, diesmal mit einer herrlichen „Faust“-Persiflage ...

 

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Film? Theater? Oder Spektakel?

Landestheater tut sich schwer mit der Bühnenadaption von Kaurismäkis Filmklssiker "I Hired a Contract Killer" ....

 

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Banal. Banal ! Banal !!

Auftragswerk zur "Freiheit" entpuppt sich als alberner TV-Show-Verschnitt

Vorweg ein Geständnis: ich hab‘ noch nie „Deutschland sucht den Superstar“ gesehen; noch nie eine „Topmodel“-Sendung; noch nie „Bauer sucht Frau“. Als das zum Medienhype hochgestylte allerletzte „Wetten dass“ mit Thomas Gottschalk kam, glaubte ich, mir das wenigstens einmal ansehen zu müssen. Nach einer halben Stunde habe ich abgeschaltet ... Jetzt bekam ich meine Strafe: In Tatjana Reses Inszenierung von Matthias Eckoldts „Wie ihr wollt!“ wurde ich mit der konzentrierten Essenz aus all diesen Sendungen traktiert (vermute ich jedenfalls).

 

Dabei hatte es doch so hoffnungsfroh begonnen ...

 

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Frommes Spiel von den letzten Dingen.

Oder: Finanzkapitalismus-Satire

Faszinierende "Jedermann"-Inszenierung in der Kirche

Für das Salzburger Schicki-Micki-Publikum wird der "Jedermann" alljährlich zum gesellschaftlichen Bussi-Bussi-Event. Kay Metzgers Detmolder Inszenierung in der Martin-Luther-Kirche mit Markus Hottgenroth in der Titelrolle erweist sich als faszinierendes Theater-, Raum- und Klangerlebnis ...

 

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Billige Sparversion oder intensives Kammerspiel?

Schillers „Kabale und Liebe“ am Landestheater

Finanzielle Zwänge werden es wohl nicht gewesen sein, welche Martin Pfaffs „Kabale und Liebe“-Inszenierung wie eine Sparversion aussehen lassen: Man verzichtet ganz auf Kulissen; allerdings liegen auf der ansonsten nackten Bühne die Trümmer eines Pegasus. Auch für die Kostüme hat Ines Alda keinen ungebührlichen Aufwand getrieben ...

 

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Woyzeck: hippe Kostüme - ideenlose Inszenierung

(Foto: Landestheater)

Büchners Sozial-Tragödie im Detmolder Grabbehaus

 

Auf der kleinen Grabbebühne des Landestheaters Detmold hatte jetzt Büchners Woyzeck Premiere – rätselhafterweise unter dem Titel „Woyzeck reloaded“. Eine Bekannte  hat ihren Eindruck auf den Punkt gebracht: „Den Inhalt habe ich nicht verstanden. Aber die Kostüme waren interessant und beeindruckend.“

 

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Tiroler Rosen ganz ohne Dornen

(Foto: Landestheater Detmold)

Heile Vogelhändler-Welt auf der Detmolder Operettenbühne

 

Nach einer glanzvollen Saisoneröffnung mit der Oper „Carmen“ und dem Pflichtstück der klassischen Moderne, „Puntila“, ist jetzt die leichte Muse an der Reihe: Am Landestheater hatte „der Vogelhändler“ Premiere, der zu den Top-Ten im Operettenrepertoire deutscher Theater gehört – kein Wunder, angesichts der „handwerklichen Qualität“, die Dramaturgin Elisabeth Wirtz diesem Werk Carl Zellers aus dem Jahr 1891 bescheinigt. Nachdem selbst der notorisch kritische Volker Klotz dieser Operette „vorzügliche Kunstfertigkeit und Bühnenwirksamkeit“ zugesteht, traut man sich selbst kaum mehr zu kleinlicher Krittelei, auch wenn einem so einiges aufstößt:

 

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Liebe - Erotik - Gewalt

Begeisternder Saisonauftakt mit Bizets Carmen

 

 

(WaSa) Als irgendwann, wohl im 4. Jahrhundert, in Alexandria ein Kultbild des Eros eingeschmolzen wurde, dichtete der sonst wenig bekannte Epigrammatiker Palladas: „Der Schmied verwandelte den Eros zur Bratpfanne. Und nicht ohne Grund: kann doch auch sie glühend erhitzen“. Die bis zum Verbrennen glühende Kraft des Eros ist auch ein Leitmotiv der Oper „Carmen“; doch hat das Landestheater – wie schon Prosper Merimée über seine Novelle – an den Anfang seiner Inszenierung ein anderes Zitat des (angeblich mit einer zänkischen Frau geschlagenen) Palladas gesetzt:

 

„Böse ist jedes Weib – doch zwei gute Stunden hat es: Die eine im Arm des Bräutigams, die andere im Arm des Todes.“

 

Dies wird am Anfang der Aufführung aus dem Off gesprochen, und mit dem Wort „Tod“ setzt die Ouvertüre ein – ein starker Auftakt für eine Premiere, die zum furiosen Auftakt für die neue Landestheater-Saison wird!

 

Das bewährte Team Erich Wächter (musikalische Leitung), Kai Metzger (Inszenierung), Petra Mollérus (Ausstattung) und Richard Lowe (Choreografie) sowie Elisabeth Wirtz als Dramaturgin haben den Detmoldern schon manchen Opern-Hit beschert, mit dieser „Carmen“ haben sie sich selbst übertroffen. – Der Reihe nach:   

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Zeitloser Verfall: "Die Ratten"

Gerhart Hauptmanns Berliner Tragikomödie am Landestheater

Gleich mehrere (klein-)bürgerlich-proletarischen Tragödien um den Abstieg  „gefallener Mädchen“ aus gutem Hause und um das Elend  „lediger Mütter“ hat Gerhart Hauptmann in seinen „Ratten“ versammelt. Entstanden ist das Drama in den Jahren 1909 – 1910. Damals waren solche Geschichten glaubwürdig, um nicht zu sagen: an der Tagesordnung.

Aber heute?

 

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"Hair": Im Central-Park, da kann ma gut lustig sein

(Foto: Landestheater Detmold)

Umjubelte Operetten-Premiere am Landestheater Detmold

 

 

Wie heil ist die Welt, in der wir leben? Wie heil darf die Welt sein, von der wir träumen?

Auf der Bühne des Landestheaters Detmold hat Chef-Ausstatterin Petra Mollérus eine wunderschöne Landschaft aufgebaut, die den New Yorker Central-Park darstellen soll: die stattlichen Bäume sind gesund wie der Schwarzwald zu Leon Jessels Zeiten, der Rasen ist sattgrün wie eine Almwiese im Salzkammergut, ...   In diesem Arkadien des 21. Jahrhunderts schläft selbstverständlich kein Junkie hinter einer Bank seinen Drogenrausch aus, kein Obdachloser schnorrt („Haste mal  ’n Doller?“) für seine Tagesration Fusel ... kein Afghanistan-Veteran trägt seine körperlichen und seelischen Blessuren spazieren. Ja, noch nicht einmal eine Dollar-Prinzessin aus dem Investment-Gewerbe hastet mit der Styropor-Packung Sushi-ToGo in die knappe Mittagspause und jammert, dass sie wegen der Finanzkrise den Dritt-Porsche abstoßen musste.

...    das ist der Clou von Dirk Böhlings Detmolder „Hair“-Inszenierung: Er siedelt sie im Heute an und lässt seine Protagonistin erzählen, wie das damals so war. Sheila senior begibt sich also auf eine Zeitreise 

 

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Die Diva

(Fotos: Landestheater Detmold)

 Gaby Blum als "Merlene" auf der Detmolder Grabbe-Bühne

 

Als erstes wundert man sich: Zum Auftakt erklingt ein Wiener Walzer; das hatte man bei einem Marlene-Dietrich-Abend nun gar nicht erwartet! Aber keine Angst: auch die jetzt auftretende Diva ist irritiert, um nicht zu sagen: sauer. „Für wen halten die mich? Für Hitler?“, keift sie, und hat sich damit angemessen eingeführt. Denn sie wird weiter keifen, weiter schimpfen, weiter wüten. Und dazwischen wird sie loben, schmeicheln, verführen. 

 

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Der Piccolo-Kaiser

Satirisches "Weißes Rössel" im Detmolder Hof-Theater

 

 

Gibts den Literaturprofessor, der seiner Putzfrau schon lange versprochen hat, sie mal mit ins Theater zu nehmen, aber bisher kein passendes Stück gefunden hat? Dem Manne kann geholfen werden!

 

In Detmold hat man - wie jeden Sommer - den Theaterhof aufgeräumt, mit Biertischen und Bratwurstbude möbliert und zum Schauplatz fürs sommerliche Volksstück gemacht. Nach mehreren Eigenproduktionen (= Schlager-Revuen à la "Hossa") hat man heuer wieder auf einen Klassiker zurückgegriffen: "Das Weiße Rössl" ist ein "Singspiel", von dem Kenner munkeln, es sei zu seiner Entstehungszeit (1930) eine subversive Parodie gegen operettenseelige Heimattümelei gewesen; 

 

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Ehrenhaft gescheitert

Zu viele Fronten in Metzgers "Hermannsschlacht"

Neufassung von Grabbes "Hermannsschlacht" am Landestheater Detmold

 

 

Das Stück hatte es nie leicht. Es ist eigentlich unspielbar und wurde dann auch noch von den Nazis für ihren Germanentums-Blut-und-Boden-Mystizismus missbraucht.

 

Zum 2000-jährigen Schlachtenjubiläum kommt es endlich wieder auf ein paar Bühnen - zunächst in Detmold, der Heimat des Autors. Fast hätte Metzger aus der unspielbaren Vorlage ein vergnügliches, satirisch gebrochenes Spektakel gemacht ... Aber dann wollte er auch noch politisch korrekt sein ...


 

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